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Wiedersehen mit Hamburger Schwuchteln

Lausanne und Aarau


Fast ein ganzes Jahr ist es her.
Du warst die erste Deutschsprachige in meiner französischen Traumwelt, die mich dieser entriss und mir zeigte, wie akzeptabel eigentlich die Wirklichkeit ist. Keine Frau, die so natürlich verrückt, die so cool aller Mädchen BHs mit einer Hand öffnete, und keine Frau, die mir eine so einfache Vertrautheit schenkte, wie du. Dass ich mich in all der Zeit trotzdem immer betrank, soll dem nicht im Wege stehen :P. Meinen oberflächlichen Bekanntschaften ein "elle a du caractère" auslocken, konnte niemand anders, ma chère.

Manchmal, wenn man lange nicht mehr in ein Land gereist ist, oder wenn man eine Person lange nicht mehr gesehen hat, fürchtet man sich davor, auf eine Veränderung, die nichts mehr sein liesse wie einst, zu treffen, und die Bindung endgültig erlischt. Dann kommt dieser Moment, und man stellt erleichtert fest, dass alles so ist wie früher. Manchmal nicht.

Wie ich dir nun gegenüberstehe, Mensch von Wert, Stolz und Moral, treffe ich auf ein Lächeln, das Vertrauen ausstrahlen will. Aber ich finde nicht mehr zu dir. Ungezwungen kleben wir wieder aneinander, reissen die gleichen doofen Sprüche wie dazumals, "alles heiter"... Doch steht in unseren Augen geschrieben, so deutlich, dass alle Welt sieht: Wir sind nicht mehr. Einzige Erinnerung aus unserer intensiven, bahnbrechenden 'Wirklichkeit', in der wir kurze Zeit schwelgen, ist der Haufen schwuler Irrer, extra aus Hamburg eingeflogen, um für uns zu wackeln. Was uns damals 2 Stunden Lachen kostete, schenkt mir heute 2 Minuten lang die Hoffnung, wir fühlten diesbezüglich gleich.

- mimi -
13.5.09 15:28
 


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