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Auswirkungen

10 Jahre

10 Jahre sind eine lange Zeit! Wenn ich 10 Jahre zurückdenke dann erinnere ich mich dran, wie ich schweißgebadet ein Mädel gefragt habe ob sie mir ihren Radiergummi leien könnte. Selbst wenn ich im Auftrag eines Lehrers an ein weibliches Wesen herantreten sollte war dies fast ein Ding der Unmöglichkeit. So ist es zum Glück nicht geblieben, ich hab irgendwanneinmal festgestellt dass ich ja gar nicht selber Schuld bin wenn ich jemand anspreche und es einen driftigen Grund gibt, doch die Kommunikation mit dem anderen Geschlecht ist trotzdem auf einem minimalen Level geblieben. Nach und nach habe ich es geschafft freundschaftliche Beziehungen aufzubauen und zu Einzelpersonen ein Vertrauensverhältnis zu bilden, das es mir ermöglicht hat mit diesen Personen über intimere Dinge bis hin zu meiner eigenen Gefühlswelt und für mich peinliche Ansichten und Ereignisse zu reden. Es blieb jedoch für lange Zeit bei diesem winzigen Personenkreis und einer gigantischen Unsicherheit anderen Frauen gegenüber. Was auch immer mich soweit gebracht hat, aber ich habe es letzte Woche zum ersten mal geschafft einer Frau gegenüber zu zeigen dass ich mich für sie interessiere und habe nicht Monate gewartet um ihr zu sagen, dass ich sie gern wiedersehen würde. Am gestrigen Abend gelang es mir dann sogar ohne kribbeln und komische Gefühle oder gar Angst ein mir völlig unbekanntes Mädel auf einer Konferenz aus einer Gruppe von Leuten heraus zum Tanz aufzufordern. Zurückdenkend an den Anfang der Geschichte wäre ich wohl lieber gestorben als mich meiner potentiellen Tanzpartnerin auch nur auf 10 Meter zu nähern. Ich will mich nicht darüber beklagen was in diesen zehn Jahren aus mir geworden ist, aber ich wüsste schon gerne was falsch mit mir war, was zu dieser Verbesserung geführt hat und warum es verdammt nochmal ganze zehn Jahre dauern musste...

- anonym -
11.6.09 12:17


Heidelbeeren <3

Ach, wie viel man doch schaffen kann, wenn man nur richtig plant. Wie viel Zeit man für sich hat, wenn man alles auf gleich und ohne zu Schieben erledigt. Wie viel süßer die Freizeit doch schmeckt und wie viel weniger Sorgen man hat. Wie viele Leute man trifft und wie viele Worte man wechseln kann. Wie viele Erfahrungen man sammelt, wie viele Eindrücke man gewinnt binnen eines schönen Tages.

Wie viel kommt noch? Wie viel von dem was ich habe ist schon vorbei? Wie viel ist eigentlich „viel“ und wie viel „wenig“? Wie lang eine Ewigkeit, wie kurz ein Augenzwinkern? Wann ist „gleich“ und wo ist das Ende der Welt? Wie viele Fragen kann sich ein Mensch stellen und wie viele davon beantworten? Was ist die Frage aller Fragen? Und was die Antwort da drauf? Ist es die Frage nach dem Sinn? Die Frage nach der Unendlichkeit? Die Frage nach dem Unerklärlichen? Wie können wir etwas nicht erklären, aber doch in der Lage sein, zu behaupten, dass es unerklärlich wäre. Folgt nicht aus dem Wissen, des nicht Erklärenkönnens, automatisch eine gewisse Vorstellung von dem, was nicht erklärt werden kann? Was sind Grenzen? Wo sind Grenzen? Wie oft werden wir sie überschreiten, wie oft scheitern? Wie oft sollten wir fragen stellen? Wie viel hinterfragen? Wie viel sollten wir wissen wollen? Sollten wir überhaupt jemals aufhören zu Fragen? Ist es nicht das, was um am Leben hält? Das was uns schlauer macht? Das was von dem Rest der Welt abgrenzt? Das was uns ausmacht? Wie kann man nicht hungrig sein auf Wissen? Wie sich ablenken lassen von Oberflächlichkeiten? Wie viel verschulden wir unbewusst? Wie viel davon uns gegenüber? Wie viel anderen? Was sind wir uns schuldig? Was unserer Umwelt? Was unserer Gesellschaft? Wo führt das hin? Wer hält mich endlich davon ab weitere Fragen zu stellen?
Persiflage![13.05.2009 ]
15.5.09 10:35


Ich mag keine Kinder

Eigentlich bin ich ein ziemliches Ekel. Ich rülpse, wenn es mir recht ist, ich ficke, wenn ich genug betrunken bin, ich rauche, wenn ich nicht gerade tot bin, und ich hab ein Bauch, so fett, dass alte, verrostete Erwachsene, während ich meine vor-dem-in-Zug-einsteigen-Zigarette rauche, ihre Hübschgesichter entsetzt an die Fensterscheibe pressen und meinen Homer Konkurrenz machenden Ranzen und meine Handbewegungen, die den mich rettenden Glimmstängel zwischen meinen Fingern allsekündlich zu meinem Mund führen, angaffen. Nein, ich bin nicht schwanger, Volltöpfe!

Gestern Abend, nachdem ich den Muttertag fressend in der Bar meiner grossen Schwester verbracht hab (die ernüchternden Gründe dafür lass ich getrost aus), auf dem Weg zum Bahnhof, tobte eine halbe Horde fresher Kinder auf der Strasse. Ich, meinen ganzen Lebensdreck mitschleppend und ausstrahlend, siehe Visage und Gangart, hatte nicht den Mut, bei diesen Minis vorbeizugehen. Die Strasse hatte ich halb passiert, doch als ich sie sah, diese noch-nicht-Ekel-aber-bald, machte ich kehrt und nahm den 500 Meter längeren Weg. Doch das war es mir wert. Oh ja. Man stelle sich vor, was meine verdorbenen, Teer vergewaltigten Energien bei den Jungens für Auswirkungen hätten. In deren unverseuchten, von Prinzessinnen regierten Welt darf ich nicht eintreten. Denn eine gute Sache hab ich mir für das Leben in dieser wundervollen Welt vorgenommen: Beitragen zur Weiterentwicklung des Menschen Grausamkeiten werde ich nicht!

- mimi -
11.5.09 20:46


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