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l'importance

Geschehnisse, die geschehen, tagtäglich... Stunde für Stunde, Sekunde um Sekunde, jederzeit.

Wer gewichtet da zwischen wichtig und unwichtig, "alltäglich" und "besonders"? Wer hat eigentlich die Macht, zu klassifizieren... Ist denn das Geschehnis, den Augenblick vollkommener Gewissheit dafür erlangt zu haben, sich nun aus dem Fenster stürzen zu wollen, wiklich prägender als jenes, wo 'lediglich' der Entscheid gefällt wird, die Treppe hinunterzuschreiten, was dann unglücklicherweise einen Sturz zur Folge hat, der einem genauso das Leben nimmt? Im Endeffekt hat doch jedes Tun seinen Wert, seine Folgen, seine Bestimmung... Der Kreis schliesst sich, ob es nun ein paar Menschen mehr oder weniger sind, die davon Wind gekriegt haben. Und jede noch so lange Reise beginnt mit einem ersten kleinen Schritt. Oder hielten wir mittendrin, liessen einen Schritt aus, käme es nie zu einem Abschluss, dem Heissersehnten, dem, dem letzten Endes alle Wichtigkeit und Anerkennung gebührt wird.

Warum haben wir keine Achtung, wenn es um das Selbstverständliche geht?

- mimi -
21.5.09 16:45


Was tun?

Eine oft gestellte, existenzielle und darüber hinaus immens wichtige Frage. Man stiert an die Decke. Schaut aus dem Fenster. Schlechtes Wetter. Außenwelt adé. Schreibtischstuhl; nicht wirklich einladend, aber immerhin einigermaßen gemütlich. Im Internet nichts los. Die InstantMessenger verraten mir, dass meine „Freunde“ unterwegs sind: „BITTE NICHT STÖREN“, „Paaarttyyyy“, „Saauuuuufeeen!!!!“ Die Nachrichten springen mir ins Gesicht, verpönen mich. Mich nerven die vielen Buchstaben. Das dauernde wiederholen. Das unterstreichen der eigenen, ach so tollen Tätigkeit. Was soll das? Warum neigen die meisten jungen Leute dazu, alles soooo laaaaaang zu schreiben? Welchen Zweck erfüllt das? Wieder ein Trend, den ich nicht verstehe. Klappe (vom Laptop) zu, Affe tot. Wieder aufs Bett. Augen zu. Da ist sie wieder, bildlich vor mir. Die Frage: Was mache ich jetzt? Ich greife zum Handy. Kein Anruf, keine SMS. Meine Wertselbstschätzung sinkt ins bodenlose. Mal das Telefonbuch durchblättern, vielleicht kann man ja wen anrufen … Fehlanzeige. Das Handy schmeiß ich in die Ecke. Verfluchte Elektronik. Überflüssiger, teurer Müll. Es klingelt. Ich fluche. Wo ist das Handy? Hinterm Schrank. „Hallo?“ „Frau soundso von der Firma blablabla, sprech ich mit Herrn S.?” “Äääh ja, worum gehts?” “Sie haben vor 5 Jahren bei einem kostenlosen Gewinnspiel teilgenommen..:“ Ich höre nicht weiter zu. Rege mich auf. So eine Schlampe. Wagt die mich zu stören. In meiner Nichtstunphase. Unfassbar. „… bräuchten wir Ihre Bankdaten.“ „Nichts da. Wenn sie mich noch einmal mit ihrem Scheiß nerven, komm ich persönlich vorbei und steck ihnen den Lottoschein in ihre hässliche Visage…“. Verbindung unterbrochen. „Das hätte nun wirklich nicht sein müssen“, tadelt mich mein Gewissen. „Das hättest du auch freundlich und höflich regeln können“. Ach, halt‘s Maul. Zurück zum Schreibtisch. F5. Aktualisieren. Nichts passiert. Keinen interessiert meine Langeweile. Sind ja auch alle unterwegs, Immernoch… Scheiß Gesellschaft. Scheiß Konsumzwang. Scheiß soziales Leben. Bringt doch alles eh nichts. Wozu sich anstrengen? Wir leben doch in einer Welt voller Lug und Trug. Ich steiger mich in meine Anti-Welt Einstellung. Beiß mich fest am schlechten Gedanken. Am Pestizid der Welt. An allem Bösen. Das erleichtert das Alleinsein. Ich fühle mich bestätigt in dem Nichtstun. Ich schlafe ein. Adieu Wirklichkeit, Hallo Traumwelt. [17.05.2009]

- Greg Samsa -
19.5.09 23:33


Bäcker

„Was darf es für Sie sein?“
„Ich weiß nicht…“
„Hallo!“
„Gehen Sie doch vor, ich weiß noch nicht.“
„Guten Tag, was darf es für Sie sein?“
„Einen Kaffee und ein belegtes…“
„Haben Sie sonst noch einen Wunsch?“
„Nein, das war’s!“
„Aufwiedersehen!“
„Konnten Sie sich jetzt entscheiden?“
„Hm…“
13.5.09 16:30


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