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Freundschaftskisten

Verpeilt

Tust du mir einen Gefallen?
Ja?
Sag das nächste Mal ab, wenn du nicht kommst!
Ja, natürlich! Tut mir leid…
Schon okay!
18.6.09 17:01


Ich wusste es

… Ich weiß es! Rausgehen. In die weite Welt. Was erleben, sich inspirieren lassen. Das Leben genießen. Neue Leute kennenlernen, Freunde finden. Einfacher gedacht, als getan. Wie so oft…

Ich beschließe also einer Einladung, die wirklich rein sporadisch und durch puren Zufall zustande kam (ich traf betreffende Person nach gefühlten 5 Jahren im Supermarkt (‚Hey, wie geht’s?‘ Ich hab bald Geburtstag, bist eingeladen, bis dann‘); ich hasse solche gezwungenen, oberflächlichen, manweißnichtsorechtwasmansagensoll-Konversationen), nachzugehen und mache mich auf den Weg. Natürlich erst 2 Stunden nach Beginn. Man will ja nicht der Erste sein. In der Straße angekommen, brunftartiges Gegröle. Irgendein ‚Hit‘ aus den 90igern bringt die Meute zum ausrasten. Angekommen. Ich will wieder weg. Geht nicht. Eine ungeschriebene, goldene Regel, die besagt, dass man mindestens eine Anstandsstunde verharren muss, schiebt mir einen Riegel vor die Flucht. Ich kenne oder erkenne die meisten Leute nicht. Die ‚Party‘, wenn man sie denn so nennen kann, unterteilt sich in soziale, kulturelle und gesellschaftliche Klassen. Es gibt die Außenseiter, erkennbar an der viel zu hoch sitzenden Hose und dem Streber Apfelsaft Getränk in der Hand. Die ‚Rocker‘, die schon bei meiner Ankunft völlig bekifft, besoffen und auf sonstigen Drogen sind. Die ‚Coolen‘, die neben ihrer G-Star Hose und ihrer Ed Hardy-Cap zwar was am Körper haben, aber nichts im Gehirn. Die weibliche Fraktion, die zusammengekauert in einer Ecke sitzt und, wie immer, leider nur ca. 10 % der Anwesenden ausmachen und sich von vornherein ausgrenzen. Und zu guter Letzt, die einigermaßen Normalen, die man schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat, aber immerhin kennt und beschließt sich zu ihnen zu setzen.

Hinsetzen, bloß nicht stehen. Wer steht, zieht automatisch alle Augen auf sich. Flüchtige Bekannte. Man kennt sich, sieht sich aber nur auf Partys oder sonstigen Anlässen. Man redet über Belangloses. ‚Was machst du so?‘ ‚Wohnst du immer noch in blablabla?‘ Nachdem man sich HOCH UND HEILIG versprochen hat, demnächst mal wieder UNBEDINGT zusammen was zu machen, ohne natürlich Nummern auszutauschen oder ähnliche Kontaktdaten, stößt man schon auf den nächsten, mit dem man eigentlich nicht reden will, aber muss. Am interessantesten sind die Konversationen mit Besoffenen. Sie hören dir nicht zu. Erzählen ununterbrochen. Wiederholen sich. Wiederholen sich. Wiederholen sich. Sie lachen, am liebsten über ihre eigenen nichtkomischen Witze. Sie stinken aus dem Mund nach einer Mischung von Alkohol, Zigaretten und Gulasch. Aus den Körperporen nach Schweiß. Sie versprühen einen Hauch von Ausgeglichenheit und Harmonie, was mich fasziniert, wenn man bedenkt, wie arm sie eigentlich dran sind. Ihnen ist alles egal. Hauptsache besoffen und Dach überm Kopf.

Die ersten ‚Rocker‘ fangen an, zu „Ding“ von Seeed, auf den Tischen zu tanzen. Entblößen dabei ihre untrainierten, behaarten Bierbäuche. Sie sind erstaunlicherweise ziemlich textsicher. Wenngleich sie eigentlich nie den richtigen Ton treffen. Aber macht ja nichts. Man will auffallen. Den Clown spielen. Sich lächerlich machen. Aufmerksamkeitsjunkies. Ohne geht nicht. Haben immer was zu sagen, aber nie was mitzuteilen. Phrasen über Phrasen sprudelnd schäumend aus ihrem Mund. Sie fühlen sich überlegen, wenn sie dir von den ‚frischen Pistazien aus den arabischen Ländern‘ erzählen, die man gegessen haben MUSS. Sonst hat man verpasst. Und wie.

Nachdem ich dem Pistazienfreak nur unsanft entfliehen konnte, stoße ich auf die Gastgeberin. ‚Echt ne coole Party‘ lüge ich ihr ins Gesicht. Immer höflich bleiben. Sie lacht und ist weg. Im Hintergrund läuft ‚Arbeit nervt‘. Die Stimmung steigt. Alle können sich zweifelsohne mit dem Text identifizieren. Man gestikuliert bei dem Refrain wild durch die Gegend. Faust hoch. ARBEIT NERVT. ARBEIT NERVT. ARBEIT NERVT. Mich nervt’s. Diese Leute. Mich nerven diese selbstzufriedenen Visagen. Planlos. Unwissend. Trotzdem glücklich. Unfair. Ich will wegu. Gucke auf die Uhr. Halbe Stunde erst. Egal.
Ich wußte es…[22.05.2009]

- Greg Samsa -
24.5.09 11:09


Himbeeren <3

Was ist die Natur des Menschen? Was ist die Natur der Frau? Gibt es wirklich geschlechtsspezifische Verhaltensweisen, an Hand derer man charakterisieren kann? Was ist typisch Frau, was typisch Mann?

In den letzten Tage (heute habe ich sogar davon geträumt) schwirrt mir der Gedanke im Kopf herum, dass es in der Natur des weiblichen Geschlechtes liegen muss, davon auszugehen, dass sich „die anderen“ schon bei einem melden werden. Schlussfolgernd bleibt der Kontakt ihrerseits aus. Die Frage ist jetzt, ob ich das wirklich so verallgemeinern und ob ich das objektiv genug betrachten kann.

Da ich grundsätzlich an das Gute im Menschen glaube, kann ich mir aber auch durchaus vorstellen, dass selbige Problematik nicht absichtlich zustande kommt und die Frauen somit unverschuldet bleiben.Vielleicht ist so was genetisch bedingt oder hängt mit übermütigem Stolz zusammen… Dieser Gedankenfaden kam mir unlängst, als mir klar geworden ist, dass die meiste (wenn nicht sogar jegliche) Initiative von mir ausgeht und somit die Freundschaft aufrecht gehalten wird. Das stellt mich vor folgenden Zwiespalt:

Mache ich darauf aufmerksam - spreche ich die betreffende Person also darauf an - in der Hoffnung, dass sie sich bessert oder aber warte ich ab und hoffe auf Selbsterkenntnis? Berücksichtigend muss hierbei in Betracht gezogen werden, dass bei der ersten Variante die Gefahr besteht, dass die Kontaktaufnahme nur auf Grund eines schlechten Gewissens zustande kommt und nicht aus der Intention heraus es wirklich zu wollen.

Bei letzterer Variante (wenn ich also abwarte, bis sie von sich aus den Kontakt sucht) verzerre ich den für sie allgemein gültigen Vorgang (nämlich die Kontaktaufnahme von mir aus), woraus resultieren kann, dass der Kontakt nur entsteht, weil er meinerseits ausgeblieben ist… PARADOX!
Was tun?

Muss ich daraus schlussfolgern, dass das Interesse an einer Kontaktaufnahme mit mir nicht besteht bzw. um das absolut klar auszudrücken: die Freundschaft nur besteht, weil ich dafür sorge? [28.01.2009]

- Greg Samsa -
13.5.09 19:24


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